Review: ITCHY – „All We Know“

Neuer Name, neues Label, neues Album – neuer Sound? Die Antwort lautet ganz klar: Jein!

Fans von ITCHY müssen auch auf der siebten Platte „All We Know“ definitiv nicht auf das charakteristische Rock-Pop-Punk-Gemisch der Schwaben verzichten. Dieses wurde jedoch geschickt mit frischen Komponenten angereichert – spätestens jetzt müssen auch Kritiker der Band attestieren, dass sie mehr als nur eine Gute-Laune-Festival-Kapelle ist.

Ob das düster angehauchte „Black“, das überraschend harte „We’re Coming Back“ oder die Seitenhiebe gegen First-World-Problemchen unserer Gesellschaft in „Fall Apart“ – so abwechlungsreich und reif zeigte sich das Trio aus Eislingen an der Fils auf keinem der bisherigen Langspieler. Dabei kommt „All We Know“ nie verkrampft oder mit erhobenem Zeigefinger daher, sondern meistert gekonnt den Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und lockerer Feiertauglichkeit in alter Poopzkid-Manier (z.B. „The Last Of Us“). Das macht das Gesamtpaket trotz kleiner Schwächen („Before You Go“, „The Sea“) zu einem verdammt runden.

ITCHY haben es also geschafft, nach 15 Jahren Bandgeschichte die Segel neu zu setzen, ohne dass das Ganze zu gewollt oder übertrieben wirkt. Eine Kunst, die bei weitem nicht allen Bands gelingt – Hut ab dafür!

„All We Know“ erscheint am 21. Juli 2017 via Arising Empire / Nuclear Blast.

Foto: Ilkay Karakurt

ITCHY - "All We Know"
Sound
Konzept
Hörspass
3.7 Stark

Die gelungene Weiterentwicklung einer Band, der auch nach 15 Jahren längst nicht die Kreativität ausgegangen ist!

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Connection-Tante, hat kein gutes Mikrofon, mag kein Eskimo Callboy - aber Eskimo Callboy mögen sie, kann kein schwäbisch imitieren, steht für Avocados und Weltfrieden, hat immer einen Geheimtipp auf den Lippen und darf schon wählen.

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