Live-Review: Miyavi auf großer Firebird Tour

Auf seiner Firebird World Tour trat Miyavi insgesamt vier mal in Deutschland auf, seine vorletzte Show fand im Hamburger Grünspan statt. Bereits am frühen Nachmittag drängten sich die ersten Fans vor dem Club. Das Ausnahmetalent hat auf der ganzen Welt zahlreiche Fans, erfindet sich immer wieder neu und experimentiert immer wieder mit verschiedenen Musikstilen. Für seine energiegeladenen Bühnenauftritte ist er auf der ganzen Welt bekannt.

Zunächst gehört die Bühne allerdings der Vorband Capitano. Der Auftritt beginnt zunächst mit einer automatischen Ansage, die immer wieder „Bitte warten“ sagt. In der Mitte der Bühne steht ein Mikrofonständer behängt mit Federn. Die Band betritt die Bühne, ganz in türkis und jeder von ihnen mit einer anderen geometrischen, türkisen Form im Gesicht. Der Schlagzeuger trägt ein Dreieck, der Bassist ein Quadrat und der Gitarrist einen Kreis im Gesicht. Außerdem haben sie sich Gaffa Tape auf die Klamotten geklebt. Während man noch denkt das es wohl schräger nicht sein könnte, betritt der Sänger mit Federmaske, Paliettengürtel, Pelzmantel, Brusthaarkranz und Federboa die Bühne. Auch ihr Sound ist gewöhnungsbedürftig. Man fühlt sich fast wie in einem Musical. Die Band selbst bezeichnet ihre Musik als Indiedisco aus Papas Garage, als unangenehm ehrlich und ehrlich unangenehm – Bee Gees, aber mit gelben Zähnen und seit drei Tagen auf Speed. Die Stimme des Sängers ist unglaublich vielseitig und die Musik sehr tanzbar. Insgesamt ein sehr guter, wenn auch ungewöhnlicher Auftritt.

Die Vorband hat dem Publikum gut eingeheizt, es wartet jedoch bereits sehr ungeduldig auf Miyavi. Als der Schlagzeuger und der Dj die Bühne betreten steigert sich die Lautstärke im Publikum schlagartig. Die Stimmung ist schlagartig an ihrem Höhepunkt angekommen als Miyavi die Bühne betritt. unter seinem locker sitzendem, nicht ganz zugeknöpften Hemd blitzen immer wieder seine Tattoos hervor. Auf der Bühne sind drei der Mikrofone allein für Miyavi, der keine Sekunde lang still steht. Ständig springt ein Techniker auf die Bühne, entwirrt sein Kabel oder fängt das Mikro. Miyavi, der nicht ohne Grund als Gitarrengott bezeichnet wird, singt am Anfang der Show relativ wenig sondern ist mehr in sein Gitarrenspiel vertieft. Zwischen den Songs spricht er immer wieder auf Englisch mit seinen Fans, heizt dem Publikum ein und gibt Enblicke in seine Songs. Sein Blick gleitet immer wieder über das Publikum und man hat den Eindruck das er jeden einzelnen Zuschauer ansieht. Der 35-jährige ist ein einziges Energiebündel auf der Bühne, sein einzigartiger Gitarrensound peitscht über die Bühne. Gegen Ende des Konzerts singt er jedoch immer mehr. Zum Abschluss spielt Miyavi zwei Zugaben und bleibt anschließend noch auf der Bühne um alle Fans abzuklatschen. Er sucht die Nähe zu seinen Fans und strahlt und lacht und versprüht eine unglaublich positive Ausstrahlung. Wir freuen uns schon auf seine nächste Deutschlandtour.

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Kreative Seele des Hauses, trinkt den Jägermeister warm, Studentin, mag Kevin mehr oder weniger, hat eine legale Adobe Cloud, Führerschein Klasse B, streichelt Einhörner und hat diesen Text definitiv nicht selbst geschrieben.

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