Review: To The Rats And Wolves – Dethroned

Heute hatte ich die Ehre in das neue Album “Dethroned” von To The Rats And Wolves hineinzuhören und man was war das für ein Hörerlebnis, umso gespannter bin ich wie die Jungs ihr Konzept auf der Bühne auf ihrer Releasetour im September umsetzen werden.

Im Jahr 2012 haben sich die 6 zusammengefunden und gemeinsam an ersten Songideen gefeilt. Im Mai 2015 brachten die Jungs ihren ersten Lonplayer “Neverland” heraus und bekamen schnell positives Feedback. So erreichten TTRAW mit ihrer ersten Single über 250 000 Klicks und das Album schoss auf Platz 2 der deutschen  iTunes-Metal-Charts. Als Krönung des Ganzem wurden sie von dem Label Arising Empire unter Vertrag genommen, mit denen sie gemeinsam die neue Platte “Dethroned” aufgenommen haben.

Die Letzten Monate stürmten die Essener zahlreiche Clubs mit ihrer extremen Mischung aus Elektro und Metalcore, während sie als Vorband von Bring Me The Horizon und Asking Alexandria auftraten. Mit We Butter The Bread With Butter waren To The Rats And Wolves auf “Wieder Geil Tour 2015” unterwegs und erfreuten sich noch an einigen anderen Festivalauftritten.

Nun zum Album: Der erste Song “Riot” war die perfekte Wahl als erste Singleveröffentlichung, denn in diesem Song ist genau die Energie enthalten, welche sich durch das komplette Album zieht und kaum einen Moment zum durchatmen bereit hält. Was ich ganz witzig fande, dass mich dieser Song am Anfang erst an Slipknot zu Iowa-Zeiten erinnert hat und dann beim Cleangesang an Papa Roach mit Getting Away From Murder, jedoch rückte der Gedanke schnell wieder in den Hintergrund.

Ein wenig Ruhe kehrt erst im letzten Song “Dressed in Black” ein, da diese Single schon als eine Art Ballade einzustufen ist, jedoch keine zum einschlafen, sondern eher zum mitsingen und verstehen. Mit verspielten Melodien gibt diese eine leicht melancholische Stimmung, welche zugleich aufbauend wirkt und einem Zuversicht mit den Worten “Don’t Care, I Don’t Care” vermittelt, ganz nach dem Motto ‘Es ist egal was andere sagen, sorge dich nicht darum’.

To The Rats And Wolves haben es geschafft in “Dethroned” noch extremere Breakdowns einzubauen, die schon allein beim Zuhören Bock auf moshen, ausrasten und mitgrowlen machen. Doch im selben Moment kommt wieder ein Trance/Elektropart, auf den man am liebsten herumspringen bzw tanzen mag. Schon im Vorgängeralbum haben die Jungs eine harmonische Kombo geschaffen, aber in ihrem neuen Longplayer wurde das komplette Konzept nochmal um weiten übertroffen. Bestes Beispiel ist hierfür der gleichnamige Titel “Dethroned”, der einen ständigen Wechsel zwischen Mosh und Elektro startet und nach ca ⅔ des Songs für einen derben Breakdown sorgt, um dann wieder in der Partylaune zu landen, zurückkehrt zum harten Part und mit einer dreckschen Lache endet. Wenn man denkt nach den ersten Songs kommt kein Knaller mehr der täuscht sich, denn mit “Knights Of Decay” geht das selbe Spiel wieder von vorn los, überraschende Breakdowns wohin das Gehör nur reicht.

Prototype” gibt als 6.Song im Intro eine kurze Verschnaufpause mit cleaner Gitarre und einem traumhaften Gesang, doch die harten Gitarrenriffs und der drückende Basssound lassen nicht lang auf sich warten. Untermalt wird das ganze vom brachialem Schlagzeug und derben Growl/Schreigesang, während die Elektromelodien die Sache komplett abrunden. Ein “Richtig-ins-Gesicht”-Song bietet “Anti-Heroes”, denn hier wird man von Anfang an angeschrien und eine üble Wand haut einen um. In den etwas ruhigeren Parts sorgt die Double-Base durchlaufend für einen gewissen Antrieb, wodurch einem nicht langweilig werden kann.

 

Also im Ganzen gesagt, wer auf die Mischung von brachialen Metalcore und tanzbaren Elektro/Tranceparts steht ist mit dem Album genau richtig, denn die Jungs verschaffen einen eine wahnsinnig gute Laune und zeigen schnell auf, dass sie sich nicht zu ernst nehmen. Ganz nach dem Motto YOUNG.USED.WASTED. wollen sie aufbrausende Stimmung verbreiten und die Leute zusammen einen Moment abschalten lassen, um einfach gemeinsam Party zu machen und die Musik zu genießen.

 

Tourdates: 

02.09.2016 – Leipzig / Naumanns (Felsenkeller)

04.09.2016 – Hamburg / Hafenklang

07.09.2016 – Berlin / Musik & Frieden

08.09.2016 – Köln / MTC

09.09.2016 – Stuttgart / Club ZwölfZehn

10.09.2016 – München / Backstage

Bewertung
Sound
Konzept
Hörspaß
4.6 Super!

Ein Album vollgepackt mit Party und harten Breakdowns

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